Wir sind viele. Wir sind stark.
Mit 400 Mitgliedern sind wir der stärkste Frauen*politische Verein der Brance.

Gründung von ProQuote Film ©Foto: ProQuote Film

ProQuote Film ist ein filmpolitischer Verein, der sich für Gendergerechtigkeit, Diversität und Inklusion in der Film- und Fernsehbranche stark macht.  Der Verein ist 2014 aus der Bewegung ProQuote Regie hervorgegangen, als nur 18% der Regisseurinnen in Arbeit waren…. Das hat sich zum Glück geändert!

©Foto: Asbirg Naranjo

Heute werden bei uns über 400 Filmschaffende aller Gewerke vertreten – vor und hinter der Kamera!  Wir wollen mehr Sichtbarkeit und Beteiligung von FLINTAQ*in allen Bereichen der Filmproduktion!  Von Drehbuch und Regie über Animation bis hin zur Postproduktion – bei uns gleichberechtigt vertreten sind.

©Foto: Filmfest München 2023

Wir gehen für euch aktiv in den Dialog: mit Politiker*innen, Branchen Entscheider*innen und Expert*innen. Sie bekommen von uns konkrete Vorschläge wie z.b. Anti-Bias-Maßnahmen oder Monitoring-Tools. Für unsere Mitglieder bieten wir auch praxisnahe Workshops, Events und Panels an, die die Kultur der Filmbranche nachhaltig verändern sollen.

ProQuote Film e.V. wird durch unseren 5 köpfigen Vorstand vertreten. Außerdem haben wir einen Beirat, themenspezifische Arbeitsgruppen und Mitglieder, die uns als Helfende Hände immer wieder unterstützen. Wir sprechen für euch überall, wo es wichtig ist: Bundestag bis Branchenveranstaltung.

Acht grundlegende, politischen Forderungen bilden die Basis unserer Arbeit und sind der Schlüssel zu einer zukunftsfähigen, gerechten und innovativen Filmindustrie. Sie dienen als konkrete Handlungsanweisungen für eine Branche, die sich von überholten, diskriminierenden Strukturen befreien und echte Diversität und Gleichberechtigung leben soll.

Forderung
1

Gender- und Diversitätsquote

Vergabe öffentlicher Aufträge und Fördermittel muss zu 50% geschlechtergerecht und zu 30% divers erfolgen.

Trotz der zunehmenden Diskussionen über Geschlechtergerechtigkeit und Diversität in den letzten Jahren sind Frauen und diverse Menschen in so gut wie allen Bereichen der Filmproduktion nach wie vor unterrepräsentiert – sowohl vor als auch hinter der Kamera.

Um diesen bestehenden Ungleichgewichten aktiv entgegenzuwirken, fordert ProQuote Film eine verbindliche Quote, die sicherstellt, dass die Vergabe öffentlicher Aufträge und Fördermittel zu 50% geschlechtergerecht und zu 30% divers erfolgt.

Eine Quote ist ein effektives Mittel, um historische Benachteiligungen zu korrigieren und systematische Ungleichbehandlung von FLINTAQ* abzubauen. Die Initiative betont, dass Diversität nicht nur gesennschaftlich notwendig, sondern auch eine kreative Bereichering für die Filmkultur ist.

Forderung
2

Gender Pay Gap überwinden

Überwindung des Gender Pay Gap und Pay Gaps für mehrfachdiskriminierte Filmemacherinnen*.

Die Studie „Frauen in Kultur und Medien“ hat gezeigt, dass der Gender Pay Gap in der Kulturbranche 24 % beträgt, im Bereich Regie und Dramaturgie sogar 36 %. Es ist dringend erforderlich, diese Lohnlücke für weibliche und mehrfachdiskriminierte Filmemacherinnen* zu schließen.

ProQuote Film setzt sich für gerechte Bezahlung und die Beseitigung des Gender Pay Gaps in der Filmbranche ein, um die wirtschaftliche Gleichstellung von FLINTAQ* und Männern zu fördern. Durch Aufklärungsarbeit und gezielte Forderungen trägt die Initiative dazu bei, faire Vergütungsstrukturen und eine zukunftsfähige, gerechte Filmkultur zu schaffen.

Forderung
3

Gerechte Verhältnisse vor und hinter der Kamera

Einführung von Diversitätsstandards und -checklisten bei Filmförderungen und Sendern, um eine diverse und inklusive Besetzung zu fördern.

ProQuote Film setzt sich für gerechte Verhältnisse vor und hinter der Kamera ein, um eine ausgewogene Repräsentation und faire Arbeitsbedingungen in der Filmbranche zu fördern.

Durch Monitoring, Aufklärungsarbeit und Dialoge mit Branchenakteur*innen strebt die Initiative eine gleichberechtigte Besetzung und eine inklusive, gerechte Filmkultur an, die allen Beteiligten gleiche Chancen bietet.

Forderung
4

Filmerbe gendergerecht gestalten

Korrektur der filmhistorischen Listen und Einbeziehung von Filmen von Frauen*, Filmemacherinnen of Color und migrantischen Filmemacherinnen*.

Die Geschichte des Films wird in der Regel von den männlichen Pionieren und Ikonen der Branche erzählt. Deswegen haben wir bei ProQuote Film eine neue Filmreihe gestartet, die die bedeutenden Beiträge von Filmemacherinnen* in der (deutschsprachigen) Filmgeschichte würdigt und ins Rampenlicht rückt.

Mit Fokus auf Barrierefreiheit und Inklusion bietet die Reihe eine Zeitreise durch 100 Jahre Filmgeschichte und zeigt, wie prägend Frauen die Filmindustrie beeinflussten. Die Sichtbarkeit historisch wertvoller Filme von Frauen* ermöglicht das volle Potenzial ihrer Geschichte und ihrer kreativen Errungenschaften zu erkennen und zu feiern.

Wir fordern auch, dass die Beiträge von Filmemacher*innen Einzug in die Lehrpläne in Deutschland erhalten.

Forderung
5

Gender- und Diversitätsmonitoring

Jährliches Monitoring für Filmförderungen, öffentlich-rechtliche Sender und Hochschulen.

Es gibt bisher nur wenige oder unzureichende Daten, um Geschlechterverhältnisse und Vielfalt in der Filmbranche zu erfassen. Dies erschwert auch die Entwicklung von Fördermaßnahmen, die auf Chancengleichheit und Inklusion abzielen: Ohne fundierte Zahlen und datenbasierte Ansätze sind Veränderungsprozesse schwer durchsetzbar.

Deshalb fordert ProQuote Film die Einführung eines jährlichen Gender- und Diversitätsmonitorings: Als Teil von OMNI Inclusion unterstützt die Initiative eine DSGVO-konforme Online-Umfrage, die anonymisierte Daten zur Förderung von Transparenz und Diversität bereitstellt und den Weg für eine inklusivere Branche ermöglicht.

Forderung
6

Gleichstellung als Querschnittsaufgabe

Einrichtung einer zentralen Beratungsstelle zur nachhaltigen Verankerung von Gleichstellung und Familienförderung in der Filmbranche.

ProQuote Film versteht Gleichstellung als Querschnittsaufgabe, die in allen Bereichen der Film- und Medienbranche verankert werden muss.

Die Initiative setzt sich durch Projekte, Monitoring und Öffentlichkeitsarbeit dafür ein, Geschlechtergerechtigkeit und Diversität als fundamentale Prinzipien für eine faire und zukunftsfähige Filmkultur zu etablieren.

Forderung
7

Familiengerechtes Drehen

Erweiterung von Sozialstandards um elternfreundliche Arbeitsbedingungen und die Finanzierung von Kinderbetreuung am Set.

Ein zentraler Bestandteil ist die Webseite „ffd PQF – Familienfreundliches Drehen“, die die Schauspielerin & Expertin Belinde Ruth Stieve im Auftrag von PQF entwickelt hat. In diesem umfassenden Ratgeber- und Informationsportal finden sich praxisnahe Lösungen, um familienfreundliche Arbeitsbedingungen und Chancengleichheit für Filmschaffende mit Familienverpflichtung zu fördern.

Forderung
8

Parität und Diversität der Gremien

Paritätische und mit 30% diverse Besetzung von Gremien, Redaktionen und Filmhochschulen.

ProQuote Film fordert eine ausgewogene Besetzung der Gremien von Förderjurys in der Filmbranche ein. So sollen Gendergerechtigkeit und Diversität gefördert werden.

In der FFA wurde die paritätische Besetzung schon erreicht. Die Förderstellen der Länder sollten diesem Beispiel folgen. Die Initiative setzt sich für die Einbeziehung unterschiedlicher Geschlechter, Herkunft und Perspektiven in Entscheidungsgremien ein, um eine inklusivere und gleichberechtigtere Filmkultur zu schaffen.



PFQ Meilensteine

Geheimes Treffen zur Stärkung der Frauen in der Filmbranche

Berlinale: Geheimes erstes Treffen – 80 Regisseurinnen legen den Grundstein für Veränderung.

Initiierung des BVR-Diversitätsberichts (2010-2013)

Initiierung des ersten BVR-Diversitätsberichts: Die Zahlen geben uns Recht. Es herrscht eklatante Ungerechtigkeit!

Gründung von Pro Quote Regie

Gründung ProQuote Regie von 12 Regisseurinnen: Katinka Feistl, Nina Grosse, Esther Gronenborn, Annette Ernst
Imogen Kimmel, Maria Mohr, Nathalie Percillier, Barbara Rohm, Margrét Rún, Bettina Schoeller Bouju, Tatjana Turanskyj
und Connie Walther.

Zusammenarbeit mit dem BMFSJ beginnt

Erste Förderung durchs Familienministerium (BMFSFJ) – ProQuote wird anerkannt! Ab jetzt Netzwerken und Veranstaltungen zu Stärkung.

Erste Erfolge

Studio Hamburg und Degeto sagen “Ja!” zu mehr Regisseurinnen.

Geschlechtergerechtigkeit im Filmförderungsgesetz verankert.

Geschlechtergerechtigkeit wird im Filmförderungsgesetz verankert.

Erste Studien zur Situation von Frauen hinter der Kamera

Erste FFA Studie „Gender und Film“

10 Jahre ProQuote Film – Empowered for Equality

Jubiläums Kongress #EmpoweredForEquality 10 Jahre
Pro Quote Film mit SpeedDating, Workshops & Panels!

Februar 2024: Launch von „ffd PQF – Familienfreundliches Drehen“ durch die Schauspielerin & Expertin Belinde Ruth Stieve, die die Website im Auftrag von PQF erarbeitet hat.

Stellungnahme von ProQuote Film zur Novellierung des Filmfördergesetzes 2025

Stellungnahme von ProQuote Film zur Novellierung des Filmfördergesetzes 2025

Unsere Partner und Verbündete 

BVR – Bundesverband Regie
btf
BFFS
adu
EPI – Erich Pommer Institut
Cinematographinnen
Filmton Frauen
Netzwerk Film & Demokratie
OMNI
fav
Initiative Fair Film
Themis
Rollenfang
ProQuote Medien e.V.
ProQUote Bühne
Vielfalt im Film
WIFT
Deutscher Drehbuch Verband

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©Photo: Jonas Kolahdoozan, Drei Schwestern Produktionen

Wer wir sind

ProQuote Film wird derzeit von fünf Vorstandsmitgliedern geleitet: Paula Essam als stellvertretende Vorsitzende, Michaela Marmulla als Vorsitzende, Antje Rieken, Gabi Rudolph und Eva Maria Sommersberg als Kassenwartin. Das Team wird zudem von Maren Kumpe in der Buchhaltung, Tonia Lizou als Büro- und Projektassistentin sowie Pressesprecherin Ana Rivtina unterstützt. Ohne das Engagement und die Projektleitung unserer Mitglieder wäre die Arbeit von ProQuote Film nicht realisierbar.

©Photo: ProQuote Regie

Archiv

ProQuote gibt es jetzt schon seit 10 Jahren – eine Dekade voller Bewegung und Einsatz in der Filmbranche. Wenn du Lust auf einen spannenden Deep Dive hast und wissen möchtest, wie alles seinen Anfang nahm, dann schau mal hier – der Weg von ProQuote Film ist genauso aufregend wie der Film selbst!